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Beleglose Kommissionierung im Nonfood-Großvertrieb
Der Würzburger Nonfood-Großvertrieb J. E. Schum bietet seinen Kunden Lösungen für das Regal- und Aktionsgeschäft im Kleinpreis-Segment. Die Waren „Alles für 1 Euro“ werden dabei vom modernen Zentrallager aus auf rund 180 eigene EuroShops und die Handelspartner verteilt. Die Kommissionierer bearbeiten in Spitzenzeiten bis zu 20 000 Pick-Positionen pro Tag aus 500 Aufträgen. Seit wenigen Monaten erfolgt dies beleglos und online mit Lager-Handhelds von Casio. Neben deutlich mehr Transparenz bei der Bestandsführung konnte eine Steigerung der Pick-Leistung um etwa 20 Prozent bei gleichzeitig reduzierter Fehlerrate registriert werden.

Von Marcus Curtius, Dipl. Betriebswirt (FH) und Bereichsleiter Logistik bei  der J. E. Schum GmbH & Co. KG
casioDer Würzburger Nonfood-Großvertrieb J. E. Schum bietet seinen Kunden Lösungen für das Regal- und Aktionsgeschäft im Kleinpreis-Segment. Die Waren „Alles für 1 Euro“ werden dabei vom modernen Zentrallager aus auf rund 180 eigene EuroShops und die Handelspartner verteilt. Die Kommissionierer bearbeiten in Spitzenzeiten bis zu 20 000 Pick-Positionen pro Tag aus 500 Aufträgen. Seit wenigen Monaten erfolgt dies beleglos und online mit Lager-Handhelds von Casio. Neben deutlich mehr Transparenz bei der Bestandsführung konnte eine Steigerung der Pick-Leistung um etwa 20 Prozent bei gleichzeitig reduzierter Fehlerrate registriert werden.

Mehr Transparenz durch zeitnahe Verbuchung
Zur Optimierung der internen Abläufe und Lagerprozesse wurde die beleglose Kommissionierung mit modernen Handscannern im Herbst 2011 eingeführt. Primäre Ziele dabei waren die Verbesserung der Transparenz durch zeitnahe Verbuchung aller Lagerbewegungen und die Reduzierung von Fehlern bei Einlagerung und Kommissionierung. Gleichzeitg wurde erwartet, dass eine messbare Leistungssteigerung durch den Einsatz der Technik erreicht wird.

50 000 Verpackungseinheiten täglich
In der ersten Ausbaustufe wurden etwa 50 Mitarbeiter des Zentrallagers Dettelbach mit Handhelds der Firma Casio ausgestattet. Sie kommissionieren im 25 000 Quadratmeter umfassenden Kommissionierbereich täglich etwa 50 000 Verpackungseinheiten mit 1-Euro-Artikeln in durchschnittlich 10 000 Pick-Positionen; überwiegend für den Versand an die EuroShop-Filialen des Unternehmens. Eine Verwechslung von Artikeln war bei der bisherigen Kommissioniermethode leicht möglich, da die Waren anhand von Artikelnummern der Pick-Listen den immer gleich aussehenden Kartons an den Lagerplätzen entnommen wurden.

Fehlerreduzierung durch Pick-by-Scan

Heute verzichtet man im EuroShop-Kommissionierbereich komplett auf Papierlisten. Die Mitarbeiter werden über gut lesbare Angaben auf den Farbdisplays der Lager-Handhelds wegeoptimiert zu den einzelnen Entnahmepositionen geführt, wo sie zur Kontrolle den Barcode des Entnahmefachs scannen. „Neben einer deutlichen Reduzierung der Fehlerrate profitieren wir von der wesentlich präziseren Bestandsführung, die durch die Umstellung auf Echtzeitverarbeitung erreicht wurde“ berichtet David Kaiser, Projektleiter Online-Kommissionierung bei Schum. „Hinzu kommt, dass Zeitverluste durch den Medienbruch Papier/EDV ebenso vermieden werden wie Übertragungsfehler bei der Übernahme und Übergabe von Daten durch den Menschen.“
Geräteauswahl durch die Mitarbeiter
Die Geräteauswahl, bei der die Mitarbeiter einbezogen wurden, fiel auf eine mobile Datenerfassungslösung mit Pick-by-Scan in Form von Handterminals mit direkter Kommunikation zum Lagerverwaltungssystem Microsoft Dynamics. Praxistests im Pick-Bereich zeigten: Das leichte Casio DT-X8 unterstützt eine sehr schnelle und für die Mitarbeiter angenehme Datenerfassung bei der Kommissionierung. Die ausbalancierte Gehäuseform mit leicht nach unten gerichtetem Scannerkopf und die Anordnung der Scann-Tasten wurden als sehr ergonomisch empfunden. Es zeigte sich, dass der Barcodescanner des DT-X8 über eine sehr hohe Lesequalität verfügt, sodass auch blasse Etiketten problemlos und schnell gelesen werden.

Schnelle Amortisation
Geliefert wurden die Handhelds mit dem Betriebssystem Windows Embedded CE, welches von DataIdent in einen sogenannten „Kiosk-Modus“ versetzt wurde, um andere Anwendungen außerhalb der Web-basierten Applikation unter Microsoft Dynamics zu unterbinden. Die Akzeptanz bei den Mitarbeitern im Lager ist sehr hoch, weil sie an der Auswahl beteiligt waren und sich die Geräte in der täglichen Praxis gut bewähren. Bei Arbeiten, bei denen beide Hände benötigt werden, werden die Terminals in Gürtelholster gesteckt. Schon nach wenigen Monaten Einsatz der neuen Lösung lässt sich ein deutlicher Rückgang der Fehlerquote registrieren. Die Pick-Leistung im Bereich der EuroShop-Kommissionierung konnte um rund 20 Prozent gesteigert werden. Die sehr wirtschaftliche Lösung führt zu einem ROI von maximal neun Monaten.