Computerzeitung Online 23. November 2007 - www.computerzeitung.deMarkt für RFID lässt die Talsohle hinter sichKinderkrankheiten sind behoben und Erwartungen jetzt realistischVon Harald Weiss/pk - Vor wenigen Jahren hieß es, dass die kleinen Funketiketten (RFID) alles umkrempeln werden: Vom Preisschild an der Zahnbürste über den elektronischen Parkschein bis hin zum Chip unter der Haut. Doch die Realität war ganz anders. Technische Probleme, uneinheitliche Standards und hohe Preise für die elektronischen Etiketten bremsten die Träume der RFID-Pioniere. Den Projektflops bei Walmart und anderen Großversuchen folgte eine klärende Ernüchterung, die inzwischen dazu geführt hat, dass es mit der RFID-Anwendung endlich wieder aufwärts geht. Laut AMI Research hat der Markt für Funketiketten (RFID) seine Talsohle durchschritten und ist kurz davor, auf breiter Front Einzug in die vielen Anwendungen zu halten, von denen seit Jahren die Rede ist. „Die Erwartungen der vergangenen Jahre waren einfach unrealistisch hoch, doch inzwischen hat sich die Technologie stabilisiert und die Systementwickler wissen, was zu welchen Preisen machbar ist - und was nicht", glaubt AMI-Analyst Michael Liard. Schon für dieses Jahr erwartet er ein Marktvolumen von 3,8 Milliarden Dollar, was immerhin 24 Prozent mehr als in 2006 wären. Bis 2012 erwarten die Marktforscher dann ein durchschnittliches Wachstum von 21 Prozent jährlich, was einem Marktvolumen von dann 8,7 Milliarden Dollar entspricht.
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