::: Oktober 2008 :::
Zukunftswelten: Alltagsgegenstände drängen ins Netz Das Internet der Dinge
Von Monika Ermert in: VDI nachrichten, 24.10.2008 www.vdi-nachrichten.com
(Ein Bericht anlässlich der EU-Konferenz „Internet der Zukunft - Internet der Dinge", 6./7. Oktober 2008, Nizza www.internet2008.eu )
... Die Bäume von Paris verraten schon von Weitem, wann sie zuletzt beschnitten oder wegen Altersschwäche behandelt wurden. Ein Radio Frequency Identity (RFID) Tag wurde ihnen dazu implantiert. Im Bundesstaat Washington erfahren Touristen über solche Tags gleichzeitig etwas über die Geschichte ihrer Bäume. „Künftig könnten auch Plätze und Gebäude ihren Besuchern Auskunft über sich und ihre Geschichte geben", schwärmen die Technologen. Augmented Reality, die erweiterte Realität, steht ihnen vor Augen, mit Nutzern und ihren zu Zauberstäben mutierten Handys mittendrin.
„Warum sollten Sie sich dann noch ein Auto kaufen. Sie könnten sich Autozeit kaufen und der für Sie jeweils verfügbare Wagen würde sich per SMS bei Ihnen melden", sagt Daniel Nabet, Direktor beim französischen Telekommunikationsriesen Orange. Schon in fünf Jahren, so Nabets Prognose, werden mehr Dinge als Menschen über das Internet kommunizieren.
... Kombiniert mit dem klassischen Internet und seiner Fähigkeit, zu registrieren, wo sich Dinge im Netz bewegen, sind viele künftige Spielarten denkbar.
Genau darauf bauen auch die verteilten ONS-Datenbanken auf. Doch bislang kommt die Registrierung hier nur langsam voran. Politische Gründe, allen voran die US-Zentriertheit von EPC Global, das die erste zentrale Registry für eindeutige Produktcodes betreibt, werden dafür verantwortlich gemacht. Heinz-Paul Bonn, Vizepräsident des Bitkom, kritisiert die mangelnde Offenheit und Transparenz des Standardisierungsgremiums EPC Global: „Gerade für Mittelständler ist zu intransparent, was da geschieht."
Andere wie Fleisch oder Nabet verweisen auf die Komplexität und auch den Kostenfaktor für den Aufbau der Systeme, vom netzfähigen „Ding" über das entsprechende „Lesesystem" bis hin zur Entwicklung zentraler Steuerungssysteme mit möglichst handhabbaren Schnittstellen für industrielle und private Anwender.
Dass Gesetzgeber in aller Welt die Gefahren [der RFID-Ausbreitung] durchaus erkennen, belegen laut der Datenschutzexpertin Viola Schmid von der Technischen Universität Darmstadt die zahlreichen Gesetze, die es bereits zum Thema RFID gibt: In 27 Ländern und US-Bundesstaaten hat die Forscherin erste Gesetzgebungsversuche für Teilaspekte entdeckt. „Das Verbot, Menschen solche Chips unter die Haut zu pflanzen, dem Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger jüngst zugestimmt hat, zeigt wohin die Entwicklung geht", warnt Schmid.
Gleichzeitig hat Schwarzenegger sich dagegen ausgesprochen, dass Eltern einer Chip-Pflicht für ihre Kinder widersprechen können, wenn eine Schule das vorschreibt. „Das Internet der Dinge kann leicht zum Internet der Menschen werden", warnt Schmid.
LOGISTRA Nr.10 - Oktober 2008 - www.logistra.de
Beilage AUTO-ID 2008: Firmenprofile und Anwenderberichte über neue Technik für schnelle Logistik mit einem Vorwort von Wolf-Rüdiger Hansen, AIM-D.
Die Beilage umfasst anschauliche Berichte über den Einsatz von 2D-Code-Druckern von Intermec im zentralen Umschlagslager von GLS (General Logistics Systems); über den Einsatz von Etikettendruckern von Dynamic Systems im rauen Umfeld der Holzproduktion bei den Holzwerken Schilling; über den Einsatz von RFID Readern und RFID-Datenträgern zur Materialflusssteuerung beim schwedischen Unternehmen Pergo; über die Integration einer Online-Materialwirtschaftslösung von Mobisys in ein SAP-System beim Sportartikelhersteller Uhlsport unter dem Einsatz von Barcodes für die Handling Units und mobilen Lesegeräten von Motorola/Symbol. Alle genannten Lieferanten sind Mitglieder von AIM-D.
Industriekurier 44 vom 27. Oktober 2008 www.industriekurier.de
Die Fabrik lernt lesen - RFID: Beschreibbare Transponder mehr als Produkterkennung
Von Siegried Kämpfer
Ein umfassender Artikel Hinweisen auf die Stärken verschiedener AutoID-Technologien und mit den Stimmen der AIM-Mitglieder Hans Turck, Siemens, Tricon Consulting und Fraunhofer IML. Verweis auf die Studie von Fraunhofer IPT und P3 „RFID - Spielwiese für Technologiebegeisterte oder Schlüsseltechnologie zur Effizienzsteigerung von Geschäftsprozessen?" Auszüge aus dem Artikel:
„Der Transponder für einen Cent bleibt Zukunftsmusik... Die derzeit eingesetzten, wieder verwendbaren Industrietransponder könnten auch schon mal mehr als 70 Euro kosten, wenn sie besondere Anforderungen erfüllen müssen. Zum Beispiel unsere Hochtemperatur-Datenträger, die bis 210 Grad Celsius funktionieren und beim Lackieren zum Einsatz kommen... Wegen der dezentralen Datenhaltung im Transponder entfallen zusätzlich rund 25000 Euro Kosten für IT Hardware [im Siemens Gerätewerk Amberg]... Auch andere Techniken sind im Gespräch, etwa die Nutzung von 2D-Datamatrix [bei Audi in Neckarsulm]... Wir nutzen sogar Transponderdaten gemeinsam mit den Geschäftspartnern [Automobilzulieferer ZF]... Der Tag wird zum elektronischen Typenschild, so ... Tricon."





