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Editorial

Liebe AIM-Mitglieder, liebe Leserinnen und Leser,

das vergangene Jahr hat gezeigt, dass sich der UHF Hype endgültig gelegt hat, und wir, die RFID Community, wieder zum Tagesgeschäft übergehen konnten. Im Handel wurden weiter fleißig die ersten RFID-Installationen ausgebaut, neben den bereits bekannten Unternehmen gesellten sich neue hinzu. Altbekannte RFID-Anwendungsfelder öffneten sich den UHF-Produkten, sodass man sagen kann, die UHF-Technologie hat sich nun endgültig etabliert.

Fast in Vergessenheit geraten sind die vielen Aktivitäten in Bezug auf die altbekannten Frequenzen wie Nieder- (LF) und Hochfrequenz (HF). Die EU-weite Regularie, die die elektronische Kennzeichnung von Schafen vorschreibt, wurde zwar kurz vor dem Inkrafttreten am 1.1.2008 verschoben, LF bleibt aber die bevorzugte Frequenz für die Kennzeichnung der Nutz-, Zoo und Haustiere. Der Einsatz von ISO14443-basierten HF-Tickets im öffentlichen Nahverkehr und bei Sport-Events steigt stetig und wie letztes Jahr berichtet, setzen sich die ISO15693-Produkte mehr und mehr im Bibliotheksmarkt und vielen anderen Bereichen durch. Lesen Sie dazu einen Beitrag in diesem Newsletter.

Ich habe mit einigen RFID Herstellern und Lösungsanbietern über deren Geschäftsverlauf 2007 gesprochen, überall die gleiche Aussage: Das Geschäft wächst, es werden ständig neue Ideen für Anwendungen kreiert und wir sehen den gleichen Trend auch für 2008. Das muss doch anspornen.

Was können wir in diesem Jahr erwarten? Zum einen wird sich der Trend des letztes Jahres weiter erfolgreich fortsetzen. Darüber hinaus werden neue Technologie Plattformen wie beispielsweise Near Field Communication (NFC) durch neue Pilotierungen und Anbieter salonfähig gemacht - dazu mehr in Kürze. Die Bedenken und Hürden gegen den Einsatz von RFID werden weiter abgebaut und das kooperative Zusammenspiel zwischen Barcode und RFID in vielen Anwendungsbereichen gibt dem Einsatz der Transpondertechnik weiteren Auftrieb.

Und dem ganzen Nachdruck zu verleihen hier eine aktuelle Kurzmeldung zum Schluss: Ich zitiere sinngemäß unseren Geschäftsführer Wolf-Rüdiger Hansen: "Die diesjährige Fachmesse Logimat endete letzte Woche mit einem sehr erfolgreichen Abschlusspodium mit Vorträgen von RFID-Experten und einer kenntnisreichen Diskussionsrunde sowie zirka 170 Zuhörern." Dem muss man nichts mehr hinzufügen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfolg in den kommenden Wochen und Monaten. Besuchen Sie uns auf der CeBIT im AutoID/RFID Solutionspark vom 4. bis zum 9. März. Unsere Mitglieder darf ich daran erinnern, dass am 28. Februar unsere Jahreshauptversammlung stattfindet, die traditionsgemäß am Vorabend mit dem Networking Dinner beginnt.


Mit herzlichen Grüßen,
Ralf Sander - Vorstand RFID Technik

 

RFID im Schmelzprozess bei Schott

Bei kontinuierlich laufenden Schmelzprozessen, wie sie beispielsweise in der Metall- und Glasindustrie zu finden sind, ist es von größter Wichtigkeit, die Zufuhr der Grund- und Zuschlagstoffe zu überwachen. Eine Verwechslung kann zu hohem wirtschaftlichen Schaden durch tagelangen Ausfall des Schmelzofens führen.
Bei dem Glashersteller Schott wird bei sechs kontinuierlich betriebenen Schmelzofen die Beschickung mit Grund- und Zuschlagstoffen über ein Ampelsystem überwacht. Das Konzept basiert passiver UHF-Technik und kann ohne die Anbindung an übergeordnete Systeme arbeiten. Die Produktzuführung der Grundstoffe erfolgt mittels Stahlcontainern während die Zuschlagstoffe in Big-Bags angeliefert werden.
Als Transponder werden, je nach Gebindeart (Container oder Big-Bag) unterschiedliche, kunststoffgekapselte UHF-Datenträger eingesetzt. Die Schreib-/Lesesysteme, LRU 2000 von Feig Electronic, mit bis zu vier Antennen sind über Ethernet mit dem Steuerungs- und Monitor-Rechner verbunden.

nl022008

Zur Ansteuerung der Ampeln ist der PC mit Relaiskarten ausgestattet. Die Software stammt ebenfalls von Euro I.D. Identifikationssysteme, welche neben den administrativen Aufgaben, wie Zuordnung der Transponder zu einem Gebinde, alle Kontroll- und Steuerungsaufgaben übernimmt. Auf einer Systemübersicht ist der Anlagenstatus jederzeit ersichtlich.
So kann das Bedienpersonal in seiner verantwortungsvollen Arbeit unterstützt werden. Schon nach kurzer Zeit hat sich das System durch die Vermeidung eines Beschickungsfehlers amortisiert.

Gerd Timme, Euro I.D. Identifikationssysteme

 

Experten sehen großen Markt für HF

Über den RFID-Hype des letzten Jahres wurde fast ausschliesslich in Verbindung mit UHF und den großen Handelsketten berichtet. Reports mit wunderbaren Prognosen wurden für viel Geld verkauft. Nachdem die Ernüchterung nun vor allem in USA eingetreten ist, wird plötzlich die Aufmerksamkeit auf HF gelenkt.
Dass HF seine Daseinsberechtigung hat und technisch weiterentwickelt wird ist nichts Neues, aber erfreulich. Genauso, dass REWE und Metro sowie immer mehr Industrieunternehmen (siehe Beitrag über Schott) gute Erfahrungen mit UHF machen.

HF, The Great Leap forward


AIM-D-Gemeinschaftsstand im Auto ID/RFID Solutions Park auf der CeBIT 2008

Im Sonderbereich „Auto ID/RFID Solutions Park" dreht sich alles um „Auto ID". Zahlreiche Kennzeichnungstechnologien stehen im Mittelpunkt. In diesem Rahmen werden elektronische Varianten, wie GPS/GPRS, RFID und NFC sowie optische Varianten wie den zweidimensionalen Barcode, beispielsweise Data Matrix präsentiert.
AIM-D ist im Auto ID/RFID Solutions Park auch in diesem Jahr wieder mit einem Gemeinschaftsstand und verschiedenen Mitgliedsunternehmen vertreten.

Insgesamt zeigt der Sonderbereich über 30 Anbieter sowie zahlreiche Anwender mit branchenbezogenen Exponaten. Das neue Leuchttumkonzept soll auf leicht verständliche Art zeigen, wie Auto-ID-Lösungen in verschiedenen Branchen wirken. Im Aviation-Bereich präsentiert Siemens ein Gepäckfödersystem für Flughäfen. Der Logistik-Bereich beschäftigt sich mit GPS/GPRS-geführten Container von Kühne+Nagel. Volkswagen demonstriert im Automotive-Bereich einen Pritschenwagen, an dem gezeigt wird, wie RFID-Tags für die Produktionssteuerung verwendet werden können. Im Bereich Consumer Packaged Goods stellen sich die Future Store Initiative der Metro Group sowie das All-I-Touch, eine Lifestyle-Anwendung mit Snowboards von Nitro, entwickelt an der TU München, vor. Das Tracking & Tracing Theatre füllt den Bereich Lieferkette in Handel und auf dem Pharma-Sektor mit Leben. Inmitten des AutoID/RFID Solutions Park findet das 'CeBIT Forum AutoID/RFID' statt, in dem über 50 Expertenreferate und Podiumsdiskussionen geboten werden: www.cebit-forum.rfid-im-blick.de

Wolf-Rüdiger Hansen, AIM-Deutschland

 

Neue Trends für RFID

Die Optimierung von Logistikprozessen mit Auto ID-Technologien gehört zu den Themen auf der 4. Internationalen Fachmesse EURO ID 2008, die vom 13. bis 15. Mai 2008 im Kölner Expocentre stattfindet. Zirka 3 500 Besucher aus Industrie, Dienstleistung, Handel und dem öffentlichen Sektor können Lösungen und Produkte von zirka 120 Aussteller begutachten.
Die Verknüpfung zwischen den hoch spezialisierten, meist mittelständischen Unternehmen der Auto ID-Branche und den global agierenden IT- und Anwender-Unternehmen wie den Logistikkonzernen, der Automobil-Industrie und den weltweit vernetzten Handelsunternehmen, soll intensiviert werden. Wie dieser Anspruch konkret umgesetzt wird, können die Fachbesucher der EURO ID 2008 auf der Ausstellung, aber auch in den Wissensforen und Live-Events wie dem „Tracking and Tracing Theatre" miterleben. Im User-Forum finden neben Fachvorträgen auch Präsentationen der Aussteller und Partner zu den Neuheiten auf dem Auto-ID-Markt statt. In diesem Jahr konzentriert sich der Fokus der Fachmesse auf den komplementären Anwendungsmöglichkeiten von RFID- und Barcode-Systemen. Branchenschwerpunkte liegen in den Bereichen Gesundheitswesen, Medizintechnik, in der Pharma-Industrie sowie in der Lebensmittelindustrie. Zum dritten Mal wird in Köln der „European Auto ID-Award" in den Kategorien „RFID", „Barcode" sowie „Innovatives Unternehmen" ausgelobt.
www.euro-id-tradefair.com