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Data-Matrix-Code und mobile Datenerfassung erobern das Nürnberger easyCredit-Stadion Bis zu 50 000 Personen sitzen im Nürnberger Bundesliga-Stadion. Das ergibt einen Strom- und Wasserverbrauch vergleichbar dem einer kleinen Stadt. Jedoch gibt es hier keine Jahresverbrauchsabrechnung, sondern der Energieverbrauch im Stadion muss korrekt je Sportereignis erfasst werden, ehe der nächste Mieter das Stadion nutzt. Die vielen Messstellen sind über das gesamte Gelände verteilt: Stromzähler im Kellergeschoss, Turbinen für die Rasenheizung in einem speziellen Gebäude, Übertragungskabinen der Fernsehsender. Bisher wurden die Messdaten rein manuell für jede Messstelle aufgenommen: Die Zählerstände wurden auf einem Formular notiert und später in das EDV-System eingegeben. Dieses aufwendige und fehlerträchtige Verfahren wurde im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderten PROZEUS-Projektes verbessert. ![]() Das Unternehmen Voigtmann, IT-Dienstleister des Nürnberger Stadions, hat die Lösung entwickelt. Dafür wurden die Messstellen nummeriert und mit einem zweidimensionalen Data-Matrix-Code versehen. Nun wird die Messstelle indentifiziert, indem die Kamera des Mobilfunkgerätes des Technikers den Code liest. Dann wird jeweils der Zählerstand in das Handgerät eingetippt. Zum Einsatz kommen handelsübliche Mobiltelefone wie Geräte mit Windows Mobile 6.5, iPhone, iPad oder Blackberry. Die Übertragung der Zählerdaten erfolgt automatisch über ein EDI-Verfahren zu dem zentralen Abrechnungssystem. Eine eindeutige Zuordnung von Infrastruktureinrichtungen zu Stamm- und Bewegungsdaten ermöglicht die effektive Abrechnung der Verbrauchsstellen. Das Stadion ist so schnell wieder für den nächsten Mieter vorbereitet. Bisher waren circa 2,5 Stunden nötig, um, die Ablesungen vorzunehmen. Mit der Data-Matrix-Markierung ließ sich dieser Aufwand um 60 Prozen auf 1,5 Stunden verringern. Bei einem Stundensatz von 45 Euro resultiert daraus eine Kostenreduktion von 67,40 Euro je Ablesung. Bei 264 Ablesungen im Jahr ergeben sich Einsparungen in Höhe von rund 18.000 Euro. Der Betreiber rechnet mit einer Amortisationsdauer von rund 14 Monaten: ein erfreuliches Ergebnis. Hinzu kommt eine deutliche Reduktion der Abrechnungsfehler. Projektbericht unter www.prozeus.de/prozeus/praxis/voigtmann
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