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   Start News AUTO-ID/RFID Newsletter September 2008
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Editorial

Liebe Newsletter-Community,

dies ist die neue Ausgabe unseres AutoID/RFID-Newsletters. Wir haben uns entschlossen, das Themenfeld des bisherigen RFID-Newsletters auf das gesamte Thema 'AutoID' zu erweitern und damit dem Themenspektrum unseres Verbandes anzupassen. AutoID bedeutet vor allem Barcode, 2D- und 3D-Code, RFID und Sensorik. Die tägliche Erfahrung lehrt uns, dass diese Technologien komplementär gesehen werden müssen. RFID ist nicht die generelle Ablösung für Barcodes. Dafür gibt es viel zu viele elektromagnetische Hürden, die auch von der geschicktesten RFID-Antennenkonfiguration nicht überwunden werden können. Gleichwohl sehen wir fortlaufend erhebliche Fortschritte bei RFID und werden darüber auch weiterhin berichten.

Die Vorteile von RFID sind klar: RFID-Tags sind auch auslesbar, wenn diese in einen Karton eingepackt sind. Oder es können viele RFID-Tags gleichzeitig gelesen werden, wenn diese an Kartons angebracht sind, die auf einer Palette stehen und ein RFID-Antennentor passieren. Auch lassen sich nur mit RFID-Transpondern Sensoren koppeln, deren aufgenommene Messwerte von einem RFID-Reader gelesen werden können. Andererseits existieren auch Gegenbeispiele. Die Apotheke eines deutschen Universitätsrankenhauses plante, die Medikamententüten für die Patienten mit RFID-Tags zu versehen. Diese sollten am Krankenbett gelesen werden, um die Sicherheit bei der Verabreichung von Medikamenten an den Patienten zu erhöhen. Dann jedoch entschied man sich für den Data Matrix Code statt RFID, weil er die Aufgabe billiger löst: Das Data-Matrix-Etikett ist auf der Tüte gut sichtbar und wird am Krankebett einzeln gelesen.

Auch im Handel ist vereinbart, dass ab 2010 an den POS-Kassen der GS1 Databar gelesen werden kann. RFID wird an der normalen Supermarkt-Kasse noch lange keine Rolle spielen, auch wenn RFID-Tags auf geeigneten Artikeln wie Büchern und Textilien bereits umfassend eingesetzt werden.

Wir bleiben am Ball und freuen uns über möglichst zahlreiche Leser. Wie bisher kann dieser Newsletter von Interessenten außerhalb der AIM-Mitgliedschaft über die Homepage www.aim-d.de abonniert werden. Besonders freuen wir uns über Ihr Feedback, lieber Leser.

Mit den besten Grüßen

Wolf-Rüdiger Hansen, AIM-D-Geschäftsführer

 

Bibliotheksmanagement mit RFID
Die Bibliothek des Max-Planck-Instituts (MPI) für europäische Rechtsgeschichte in Frankfurt wird ihren Bestand von rund 320 000 Bänden mit RFID- Labels von Bibliotheca RFID Library Systems ausstatten. Die RFID-Etiketten mit dem hochwertigen Chip von NXP sind in der Lage, Daten mehr als 40 Jahre lesbar zu speichern.

Die Labels würden langfristig eine vereinfachte und sichere Bestandspflege ermöglichen, so Dr. Sigrid Amedick, Bibliotheksleiterin des MPI, welches über eine umfangreiche Sammlung von Quellenwerken und Sekundärliteratur zur Entwicklung des Rechts in Europa verfügt. Gut die Hälfte des Bestandes ist dem historischen Buchbestand zuzurechnen. Die Sammlung wächst jährlich um etwa 10 000 Bände. Mit dem speziellen Drucker von Bibliotheca kann die Bibliothek zukünftig die Etiketten der Neuerwerbungen selbstständig mit dem hauseigenen Logo oder weiteren Informationen versehen.

Ein Teil der zu liefernden Labels können aufgrund des pH-neutralen Klebers rückstandsfrei abgelöst werden und sind speziell für Bibliotheksanwendungen entwickelt worden. Wissenschaftliche, Archiv- und Magazinbibliotheken, in denen Medien jahrelang unangetastet in den Regalen ruhen und nicht verbucht werden, zählen zur primären Zielgruppe. Der Einsatz der Labels ist jedoch auch für öffentliche Bibliotheken ohne Einschränkung denkbar.


Sicherheit beim Medikamententransport
Viele Medikamente und Healthcare-Produkte dürfen nur bei bestimmten Temperaturen gelagert und transportiert werden. Ein Großteil der medizinisch wirksamen Inhaltsstoffe ist temperaturempfindlich. Schon bei kleinen Abweichungen von der Idealtemperatur können die Arzneimittel wirkungslos werden und schlimmstenfalls sogar die Gesundheit der Verbraucher schädigen.

Mithilfe der speziellen e-Temp Lösung von Schreiner MediPharm kann die Einhaltung einer ununterbrochenen Kühlkette nachgewiesen werden. Das System besteht aus einem Etikett mit integriertem RFID-Chip, Folienbatterie und Temperatursensor sowie einer speziell entwickelten Software, die alle Messdaten am Empfangsort mittels eines Lesegerätes automatisch auswertet. Das System kommt bereits bei dem Logistikunternehmen Schenker Deutschland, das den weltweiten Transport von pharmazeutischen Produkten unterstützt, zum Einsatz.
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Schnelle Identifikation durch Direct Part Markierung
Eine schnelle Identifikation von elektronischen Geräten beim Rückgabe- und Sortierprozess kann die Befolgung der EU-Richtlinie WEEE zum Umgang mit Elektronikschrott erleichtern. Diese Verordnung betrifft in erster Linie die Hersteller. Aber auch für den Groß- und Einzelhandel sowie für professionelle Benutzer von elektronischen Geräten gelten gewisse Auflagen.

Laut David Barnes, Produktmarketing Manager EMEA, Motorola Enterprise Mobility Business, könne die WEEE-Initiative für Hersteller eine Bürde sein. Parallel zum ständig wachsenden Volumen elektronischer Produkte, die jährlich verkauft würden, werde auch die Belastung für die Hersteller zunehmen. Die Fähigkeit, ein Produkt und seine Bestandteile schnell und einfach zu identifizieren und die Frage der Recycelbarkeit zu klären, werde in den nächsten fünf Jahren immer wichtiger, wenn die Kosten für die Verschrottung keinen signifikanten Einfluss auf die Gewinne nehmen sollen.

Eine eindeutige Markierung von Produkten ermöglicht die Identifikation während der Herstellung bis zu deren Auslieferung. Dies führte zu einer weiten Verbreitung der Barcode-Technologie. Barcodes sind jedoch nicht fest mit dem Produkt verbunden. Häufig schneiden Konsumenten die Anhänger, auf denen der Barcode appliziert ist, ab oder werfen die Verpackungen ihrer Einkäufe fort. Daher sind diese Identifizierungskennzeichen nur für den Weg bis zu Kasse einsetzbar und weniger für die Verfolgung von industriellen Produkten, beispielsweise Autoteile: „Es wird immer deutlicher, dass das, was die Hersteller zur Lösung dieses Problems benötigen, eine Art der Identifikation ist, die Daten über das Produkt während der gesamten Lebenszeit aufnehmen und speichern kann," erklärt Barnes. „Die schnellere Identifizierung von Produkten wird die Lagerzeit verkürzen und es den Unternehmen ermöglichen, schnell zu erkennen, was recycelt werden muss, was vorsichtig vernichtet und was an einen Komponentenhersteller weitergegeben werden kann. Eine Lösung dieser Probleme ist die direkte Teilekennzeichnung, Direct Part Marking (DPM)."
DPM erfolgt über Ätzen, Lasern oder Aufsprühen einer Datenmatrix direkt auf das Produkt. DPM sei eine dauerhafte Markierungslösung, welche das Lesen über die gesamte Lebenszeit von Produkten gewährleisten würde - auch wenn sie während des Herstellungsprozesses rauen Umgebungsbedingungen ausgesetzt seien, fügt der Experte hinzu. „Unabhängig davon, wie lange ein Produkt benutzt wurde, die DPM-Kennzeichnung bleibt erhalten. Und das vereinfacht die Aufgabe, die elektronische Schrottverordnung zu befolgen", ergänzt Barnes.


AIM-D unterstützt Vermarktung und Konzeption des AutoID/RFID Solutions Park auf der CeBIT 2009
AIM-D entwickelt im Auftrag der Deutschen Messe das Leuchtturm-Konzept für den Auto ID/RFID Solutions Park auf der CeBIT in Hannover, 3. bis 5. März 2009, weiter. Leuchttürme sind signifikante Ausstellungsobjekte im AutoID/RFID Solutions Park, die symbolhaft für branchenspezifische AutoID-Lösungen stehen und das Zusammenspiel von AutoID-Produkten, Software-Systemen und Geschäftsprozessen veranschaulichen. Der Charme dieser Sonderschau ist, dass sich Technologie-Anbieter und Anwender AutoID-gestützter Verfahren gemeinsam dem internationalen CeBIT-Publikum präsentieren.

Wie in 2008 planen wir beispielsweise einen Schiffscontainer mit GPS-Ausstattung für die sichere Transportüberwachung zu zeigen oder einen Gabelstapler mit RFID-Antennen, wie er in Warenverteilzentren des Handels genutzt wird. Neu hinzukommen wird das Thema Healthcare. Wir wollen ein Krankenbett aufstellen und den Arbeitsplatz des Arztes zeigen. Dies soll Themen einschließen wie Patientenidentifikation, zuverlässige Verabreichung von Medikamenten oder das Asset Management der Betten, das heißt Lokalisierung, Wartung und Reinigung.

Der AutoID/RFID Solutions Park geht auf die viel beachtete Show der Future Store Initiative der Metro Group auf der CeBIT 2006 zurück. Danach haben wir in verschiedenen Industriekreisen und bei AIM-D die Überzeugung gewonnen, dass das Engagement der Metro mit einer breiteren Branchenperspektive fortgesetzt werden muss. Auf der CeBIT 2008 erfuhr diese Sonderschau gegenüber dem Vorjahr einen erheblichen Zuwachs und konnte die gesamte Fläche von über 2000 Quadratmetern bespielen. Wir sind überzeugt, dass wir auf der CeBIT 2009 deutlich höhere Ausstellerzahlen erzielen werden.

Die Sonderschau ist insgesamt ein „Leuchtturm der AutoID-Technologien". Er wird nicht nur Besuchern, sondern auch Ausstellern den Weg in die Halle 7 weisen, die sich nicht diesem Konzept unterwerfen, aber im Umfeld des AutoID/RFID Solutions Park in Halle 7 dabei sein wollen.

Auch AIM-Mitgliedsunternehmen schätzen die Beutung der CeBIT als internationale IT-Leitmesse. Deswegen wird es im AutoID/RFID Solutions Park auch wieder einen AIM-Gemeinschaftsstand geben. Weiterhin werden wir dafür sorgen, dass die gesamte Bandbreite der AutoID-Technologien gezeigt wird, die der industriellen Realität entspricht: Barcode, 2D Code, RFID und Sensorik. Das schafft einen Rahmen, der allen Mitgliedern unseres Industrieverbandes einen erfolgreichen Auftritt ermöglicht.

Im Zentrum des AutoID/RFID Solutions Park läuft das CeBIT Forum AutoID/RFID. Es bietet ein spannendes Programm mit Fachvorträgen und Diskussionsrunden und wird von dem Fachmagazin „RFID im Blick" koordiniert.