| Ausgabe September 2007 | |
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Milchprobenidentifikation mit RFID
Milchproben werden zur Sicherung der Milchqualität täglich automatisch bei der Milchabholung vom Erzeuger, sowie durch Kontrollverbände monatlich von jeder einzelnen Kuh genommen. In Deutschland sind deshalb täglich zirka 150.000 Milchproben in etwa 16 deutschen Labors zu untersuchen. Der Einsatz der RFID-Lösung der Firma Bartec ermöglicht eine sichere Identifizierung der Milchprobenflaschen sowie eine zuordnungssichere Informationsspeicherung.
Bisher sind zirka 14 Millionen Milchprobenflaschen mit Barcodeetikett im Umlauf. Daraus ergab sich die Kombination von Barcode (BAR) und Transponder (TAG) in einem Etikett. Für die automatische Identifizierung der Probeflaschen muss das Etikett unablösbar an der Flasche haften und Temperaturen bis maximal 80 Grad Celsius standhalten sowie 65 Grad Celsius Reinigungstemperatur mit alkalischem oder sauren Reinigungs- und Spülmitteln überstehen. Die Einbindung des Smart Labels in das Etikett stellt hier besondere Anforderungen bezüglich der unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten von Flasche, Smart-Label und Etikettenmaterial dar. Vor der Probenabfüllung wird die Probenflasche auf Richtigkeit der Löschinformation geprüft und das Reinigungsdatum überprüft. Wenn die Überprüfung in Ordnung ist, wird die Probenflasche befüllt. Alle relevanten Daten der Probennahme in den Chip der Probenflasche geschrieben und wiederum auf richtiges Schreiben geprüft. Kommt die Probenflasche zur Untersuchung, werden die Probennahmedaten ausgelesen und in der Untersuchungsdatenbank gespeichert. Als Zuordnungskennzeichen in der Datenbank wird die 64-stellige unverwechselbare Seriennummer verwendet. Bei weiteren Untersuchungen muss nur noch die Seriennummer zur Identifizierung ausgelesen werden. Gleichzeitig können aber die durchgeführten Untersuchungen und weitere Hinweise im Speicher der Flasche vermerkt werden. Zwischenzeitlich notwendige Probenflaschenidentifikationen können auch über den Barcode erfolgen. Nach Abschluss der Untersuchungen wird die Flasche der Reinigungsanlage zugeführt. Es können während der Probennahme die relevanten Daten wie Milchmenge , Milchtemperatur sowie Lieferant direkt in die gerade an der Befüllstation befindlichen Probenflasche eingespeichert werden, so dass zusätzlich zur Identifikation die aktuellen Daten in der Probenflasche zur Verfügung stehen.
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