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EREG-Arbeitskreis-Tagung am 1. April 2009

EREG steht für "European RFID Expert Group", den AIM-Arbeitskreis der RFID-Experten, die sich über Trends, Standards und politische Aspekte der RFID-Marktentwicklung zweimal jährlich austauschen. Chairman ist Eldor Walk von Feig Electronic. Die erste Sitzung in 2009 fand wieder in der IHK in Frankfurt statt.


Diskturiert wurde beispielsweise das AIM RFID Emblem. Dieses Emblem hat AIM Global bei der ISO zur Normierung eingereicht. Es erlaubt die eindeutige RFID-Kennzeichnung von Transpondern, Readern und Produkten. Das Emblem befindet sich derzeit in der Vorstufe zur endgültigen Verabschiedung. AIM setzt sich dafür ein, dass dieses Emblem eine möglichst breite Verwendung in Industrie und Handel findet.
Ein weiteres Thema war die CE-kennzeichnung von Transpondern. Das CE Symbol ("Communauté Européenne") dient der Kennzeichnung von Produkten in Übereinstimmung mit den EU-Richtlinien. Es soll auch für passive RFID-Transponder gelten. Einzelheiten dazu sind derzeit noch unklar, sodass in DKE und DIN eine Expertenempfehlung erarbeitet und verabschiedet wird, die an die europäische Marktüberwachungsbehörde weitergeleitet werden soll.
RFID und Gesundheit ist ein Thema mit zahlreichen Facetten, zu welchem AIM Global eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen hat, die sich damit befasst, drei Gruppen von Tests zu formulieren. (1) RF-Interferenz und Störanfälligkeit von medizinischen Implantaten
(2) entsprechend an klinischen Geräten
(3) Effekte von RF auf pharmazeutische und biologische Substanzen
Die Experten setzten sich ebenfalls mit dem neuen Gesetzentwurf des Bundesumweltministeriums (BMU) zur Regelung des Schutzes vor ionisierender Strahlung auseinander. Im Kommentar zu diesem Entwurf ist ein Passus enthalten, der sich auf alle denkbaren und eingesetzten RFID-Systeme im Frequenzbereich 9 kHz bis 300 GHz bezieht. Wenn dieser Entwurf als Gesetz verabschiedet würde, dann müsste beispielsweise für jedes RFID-Portal eines Hubs im Verteilzentrum im Voraus eine Anzeige an die Behörde gesandt werden. Dieser Passus bezieht sich jedoch auf ein eigenständiges Verfahren zur Änderung der 26. BImSchV, in dessen Rahmen auch eine Verbändeanhörung geplant ist.
Das Netzwerk "RFID in Europe" ist die derzeit wichtigste Plattform, auf welcher die europaweiten RFID-Perspektiven in Zusammenarbeit mit der EU in Brüssel vorangetrieben werden. AIM UK ist hier in führender Rolle engagiert. AIM-D wird dem Netzwerk beitreten.
Unter dem Titel "Mobile RFID" läuft ein Normierungsprojekt mit den Bezeichnungen ISO/IEC 29143, 29172 bis 29179. Es wird vornehmlich von Experten aus Südkorea betrieben und hat zum Ziel, ein NFC-ähnliches Verfahren auf Basis von UHF zu etablieren.
Die nächste EREG-Sitzung findet am 28. Oktober 2009 wieder in der IHK in Frankfurt statt. Die Sitzungssprache ist Englisch. Für Fragen zum EREG-Arbeitskreis steht die AIM-Geschäftsstelle gern zur Verfügung.

W.-R. Hansen, Geschäftsführer AIM-D e.V.