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Effiziente Küche – zufriedene Patienten Ein Einsparungspotential von rund 20 Prozent verzeichnet die Küche eines Belegkrankenhauses durch den Einsatz moderner Handhelds und innovativer Software. Mobile Datenerfassung im Krankenhaus Ein Einsparungspotential von rund 20 Prozent konnte die Küche eines Belegkrankenhauses vermelden, nachdem mittels moderner Handhelds und Software die Prozesse der Essensbestellung am Patientenbett optimiert wurden. Die erzielten Nebeneffekt des mobilen Bestellverfahrens sind zufriedene Patienten, die größere Auswahl bei der Bestellung haben sowie weniger Fehler bei der Essensverteilung. Patienten eine individuelle Auswahl der einzelnen Mahlzeiten während ihres Krankenhausaufenthaltes bieten zu können, das war das Ziel der von der evangelischen Diakonissenanstalt getragenen Stadtklinik in Augsburg. Daher entschied sich das Klinikmanagement, im Zuge der baulichen Erweiterung des Krankenhauses auch in die Küche zu investieren und bei der Essensverteilung vom sogenannten Schöpfsystem auf das modernere Tablettsystem umzustellen. Ein Nachteil des Schöpfsystems war der hohe Personalbedarf, der aus der relativ komplizierten Essensverteilung und durch die Bindung eigentlich für andere Aufgaben vorgesehener Pflegekräfte resultiert.Durch die Umstellung auf das sogenannte Tablettsystem bei der Essensverteilung hat jeder Patient die Möglichkeit, aus der Speisenkarte seine individuellen Mahlzeiten zu bestellen. Diese werden dann in der Küche zubereitet, als Portion auf einem Tablett angerichtet und anschließend an die Patienten verteilt. Bei dem IT-System zur Unterstützung der Essensbestellung entschied sich das Projektteam aus Fachleuten des Pflegebereichs für eine Lösung eines Systemhauses aus dem Raum Nürnberg/Fürth, deren mobile IT-Systeme schon in vielen Krankenhäusern oder Altersheimen zum Einsatz kommen. Ein Argument für diese Lösung war, dass die Klinik nach Implementierung der Lösung nicht an einem bestimmten Lebensmittelhersteller gebunden ist, sondern weiterhin mit bewährten Lieferanten zusammen arbeiten kann. Handterminal übersteht auch Sturz aus der Kitteltasche Die Wahl bei den mobilen Terminals fiel auf Geräte des japanischen Herstellers Casio, da diese sowohl ergonomisch als auch robust sind. Das neue Blanview-Farbdisplay beispielsweise ist zehnmal robuster als herkömmliche Displays und damit nahezu unzerstörbar. Selbst mehrfache Stürze aus der obersten Kitteltasche auf den harten Boden übersteht das Gerät schadlos. Der Handcomputer arbeitet mit Windows Mobile 6.5 und die Software des Systemhauses lässt sich über das Touchscreen des VGA-Displays benutzerfreundlich bedienen. Dabei bleibt das Gerät mit seinem Gewicht von nur 350 Gramm sehr leicht und handlich, während der Akku dennoch problemlos den Alltag überdauert. Die integrierte Digitalkamera mit Blitz, Barcode- beziehungsweise RFID-Leser und WLAN-Kommunikation erlaubt zudem eine Erweiterung des Einsatzspektrums im HealthCare-Bereich. Einsparungen von 19 Prozent und mehr Mit der Einführung des neuen Tablettsystems bei der Essenverteilung in Kombination mit der Menübestellung über die Handcomputer hat sich der Tagesablauf im Krankenhaus deutlich verändert: Anstelle der Krankenschwestern nehmen nun vier besonders geschulte Servicekräfte die Bestellungen der Patienten entgegen. Aus dem Krankenhausinformationssystem (KIS) werden über eine Schnittstelle die Patientendaten in die Software-Lösung übertragen. Hier wird von den Pflegekräften für jeden Patienten eine bestimmte Kostform festgelegt. Dabei lassen sich nun Faktoren eingegeben, auf die bei der Ernährung Rücksicht genommen werden muss, beispielsweise Diabetes-Diät oder andere spezielle Diätformen. Wenn die Servicekraft heute den Menüwunsch eines Patienten in das Casio Handheld eingeben will, werden nur die Gerichte zur Auswahl angezeigt, die für diesen Patienten geeignet sind. Dadurch werden Fehler von vornherein ausgeschlossen. Nachdem alle Patienten der Station ihre Bestellung aufgegeben haben, wird der Handcomputer mit dem Küchen-Computer synchronisiert, sodass dort alle Bestellungen automatisch ausgewertet werden können und exakte Mengenangaben vorliegen. Bestelländerungen können so bis zu einer von der Küche festgelegten Deadline noch in letzter Minute durchgegeben werden. Mit dem alten Bestellmodus wurden von der Küche circa 30 Prozent mehr als der tatsächliche Bedarf produziert und bereitgestellt. Durch die Umstellung auf das neue Bestellsystem mit Handhelds konnte die Mehrmenge im Vergleichszeitraum sofort um rund ein Drittel reduziert werden. Und die positive Entwicklung setzte sich fort: Nach einem Monat wurden weitere Einsparungen realisiert, sodass schon nach recht kurzer Zeit nur noch eine Mehrmenge von zehn Prozent pro Mahlzeit produziert wurde. Zusätzlich lassen sich Kostensenkungspotentiale aufgrund genauerer Rückverfolgung der zubereiteten Mahlzeiten und der benötigten Zutaten erzielen. Zukünftiges Erweiterungspotenzial „Das war die einfachste Einführung einer Neuerung, die ich je erlebt habe“, fasst Diätassistentin Anita Nachtrub die Integration der Lösung zusammen. Die neue Lösung wurde von jedem Mitarbeiter auf den Stationen ohne Zögern akzeptiert. Grund dafür war, dass sie besonders für die Krankenschwestern eine gewaltige Erleichterung im täglichen Betrieb darstellen. Die Investitionssumme für Software, Hardware und Dienstleistungen war relativ gering und amortisiert sich schnell. Die Gesamtkosten der Reorganisation, inklusive der Veränderungen in der Küche etc., sollen sich nach spätestens drei Jahren amortisiert haben. Die neue Lösung mit den Handhelds bietet in Zukunft zusätzliches Erweiterungspotential: Denkbar ist beispielsweise eine direkte Bestelldatensynchronisation über das im IT-800 integrierte WLAN-Modul. Darüber hinaus lässt sich die Lösung für weitere Bereiche einsetzen. So könnte beispielsweise mit der im Handheld integrierten Zwei-Megapixel-Kamera eine effiziente Wunddokumentation eingeführt werden, indem der Wundverlauf aufgezeichnet und in der digitalen Patientenakte abgelegt wird. Hierbei werden Foto, Dokumentation und die Fallnummer des Patienten automatisch verknüpft. Auch das Order-Management lässt sich mobilisieren, um das Bestellwesen in der Klinik übersichtlicher, nachvollziehbarer und effizienter zu gestalten.
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