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Ausgabe Juli 2011
Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

dem Erscheinen dieser Ausgabe des AutoID/RFID-Newsletters von AIM Deutschland sind einige als überaus bedenklich bewertete Angriffe auf Server von Online-Dienst-Anbietern und Anbietern von Web-Communities vorausgegangen. Das prominenteste Beispiel ist sicher der erfolgreiche Angriff auf die Internetplattform des „PlayStation“-Anbieters Sony.

Man gewinnt den Eindruck, dass Meldungen wie „Server gehackt“, „Persönliche Daten samt Passwörtern gestohlen“ und Hinweise der Anbieter wie „Überprüfen Sie Ihre Kontobewegungen“ nicht wirklich viele Anwender aus der Ruhe bringen. Es hat sich eingebürgert, sich im Internet mit Themen und Beiträgen zu präsentieren, die man der eigenen Großmutter nicht so einfach mitteilen würde. Wir machen uns öffentlich und sehen es offenbar nicht mehr als kritisch an, wenn auch unsere privaten Daten plötzlich in den Händen von Kriminellen landen.

In Expertenkreisen lösen die oben genannten und ähnliche Meldungen allerdings Alarm aus. Die Reaktionen münden rund um die Welt in Maßnahmen, die denen der deutschen Bundesregierung ähneln: Es werden Strategien entwickelt, um Angriffe aus dem Internet auf Industrie und Administration eines Landes abzuwehren.

Die Privatsphäre ist das Persönlichste, das einem Individuum zueigen ist. Der Schutz von persönlichen Daten ist eines der wichtigsten Ziele, wenn man Menschen direkt danach fragt. Regierungen - aber auch und vor allem regierungsunabhängige Institutionen und Organisationen -  bemühen sich hier um die Gestaltung von Regelwerken und um die Bewahrung des Grundrechts auf Selbstbestimmung, ebenfalls mit Blick auf die persönlichen Daten.

PIA - Privacy Impact Assessment - Datenschutzfolgeabschätzung beim Einsatz von RFID-Systemen: Die Presse berichtet über die Verabschiedung einer freiwilligen Selbstverpflichtung der Industrie gegenüber der EU. Die Verantwortung der Selbstverpflichtung gibt es – nun gilt es, sie auch wahrzunehmen. Ansonsten drohen gesetzliche Regelungen, die weitaus größere Auswirkungen auf die Unternehmen beim Einsatz bestimmter Technologien haben dürften. Und sicher auch massive negative Auswirkungen auf die Entwicklung bestimmter Märkte.

AIM hat am 22. Juni 2011 das erste Seminar mit fundamentalen Informationen unterstützt durch das BSI durchgeführt. Wir wollen Anbieter und Anwender von RFID-Systemen informieren und dabei helfen, die notwendigen Prozesse in Angriff zu nehmen, um ihre Systeme bewerten zu können. Wir laden alle Mitglieder ein, sich zu einem Sonderpreis für die ersten Seminare für AIM-Mitglieder anzumelden und sich zu informieren. AIM wird ihm Laufe des Jahres weitere Seminare auch für Anwender anbieten. Details hierzu finden Sie auf der AIM-Homepage: www.aim-d.de

Ich wünsche allen eine gute Sommerzeit!

Frithjof Walk

Planungstool soll die Suche nach der geeigneten AutoID-Technologie erleichtern
Auf Basis des Ende 2010 beendeten Forschungsprojektes ID-Select arbeitet der AIM-D mit dem FIR (Forschungsinstitut für Rationalisierung e.V.), einem anwendungsorientierten Institut der RWTH Aachen mit Fokus auf technologiebasierte Prozessoptimierung, an einer toolgestützten Auswahlmethodik für AutoID-Technologien.
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ZIM-Fördermittel für den innovativen Mittelstand
Immer wieder kommt in unserem Verband die Frage auf: Wie akquiriere ich als kleines Unternehmen Fördermittel? Auf dem letzten AIM Frühjahrsforum in Erlangen haben wir dazu ein Referat über europäische Förderprogramme von Bayern Innovativ gehört. Hier schreckt oft der Administrationsaufwand ab. Das ist bei ZIM anders, dem „Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand“ des Bundeswirtschaftsministeriums. ZIM bietet nicht-rückzahlbare Fördergelder von circa 150 000 Euro für technologisch anspruchsvolle Entwicklungsprojekte. Das Programm ist bei KMU, besonders in den alten Bundesländern, leider viel zu wenig bekannt.
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PIA auf der Langstrecke
PIA ist kein Mädchenname, sondern  steht für „Privacy Impact Assessment“, zu deutsch: Datenschutzfolgeabschätzung. Dieser Begriff bezeichnet eine Aktivität, welche  der europäische Gesetzgeber in Zukunft von allen Unternehmen erwartet, die neue RFID-Anwendungen in Betrieb nehmen oder an vorhandenen RFID-Anwendungen wesentliche Änderungen vornehmen. Diese Forderung beruht auf der EU-Empfehlung für RFID-Datenschutz und Datensicherheit vom Mai 2009. Darauf aufbauend hat eine Gruppe von Industrie- und Datenschutz-Experten das PIA-Rahmenwerk (englisch: PIA Framework) verfasst, das Unternehmen helfen soll, eine Datenschutzfolgeabschätzung durchzuführen.
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Neue Mitglieder im AIM-Verband
Wir begrüßen die neuen Mitglieder dieses Jahres m.i.k. IT, Neosid Pemetzrieder und Optimum Datamanagement Solutions.
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Jahreskongress „RFID im Blick“
Das Fachmagazin „RFID im Blick“ bringt am 13. September 2011 in Hamburg den Kongress „Der Weg in die Zukunft mit AutoID/RFID“ auf die Veranstaltungsbühne. Mit den Themen Еnergietechnologie, Automotive, Logistik und Medizin stehen aktuelle Trends auf dem Tagungsprogramm. Das Interesse an der Prozessoptimierung ist groß, die Möglichkeiten der Prozessoptimierung immens. Deshalb gilt es, den Entscheider zu informieren.
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