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Pressespiegel

Bitte beachten Sie diese Fachmagazine, deren Inhalte speziell auf Kennzeichnungs- und Auto-ID-Technologien ausgerichtet sind:

Nachfolgend informieren wir über interessante Veröffentlichungen mit Bezug auf AutoID-Technologien, -Lösungen, -Marktentwicklungen und relevante angrenzende Themenbereiche. Wegen der Anforderungen des Urheberrechts können hier immer nur kurze Texte gezeigt werden, Internet-Quellen soweit verfügbar. Für weitere Auskünfte steht AIM-D gerne zur Verfügung.




::: August 2008 :::

Der Spiegel 34 vom 18.8.2008 S. 128 www.spiegel.de

Automation: Wandernde Regale - Von Manfred Dworschak
Roboter erobern die Warenlager - zu Hunderten schleppen sie Güter dorthin, wo sie gebraucht werden. Die Idee entstammt der Fußballweltmeisterschaft für Maschinenkicker... Rund 500 rollende Roboter sind in einem Warenlager des Bürobedarfsriesen Staples im Einsatz. Kreuz und quer eilen sie durch die Halle. Viele tragen mannshohe Regale mit sich... Die Steuerung der wandernden Regale [geht zurück auf] die gefürchteten Roboterfußballer der New Yorker Cornell University... „Big Red Bots" [bzw. auf die] „FU Fighters" von der Freien Universität Berlin... die Navigation geht denkbar simpel vonstatten: Auf dem Boden sind in regelmäßigen Abständen Etiketten mit Barcodes angebracht. Die Roboter lesen im Vorbeirollen mit ihrer Kamera, wo sie sich gerade befinden...

Die Offenbacher Firma Firma Dematic [Mitglied bei AIM-D] ... hat selbstfahrende Wägelchen für Regallager im Programm. Diese rollen auf Schienen am Hochregal entlang... Diese Rollwagen, genannt Multishuttle, will die Firma jetzt ebenfalls in mobile Roboter verwandeln. „Das Ziel ist ein Multishuttle, das nicht nur mit dem Lift nach unten fährt, sondern selbständig zum Packarbeiter rollt", sagt Volker Jungbluth, bei Dematic zuständig für die Fördertechnik... Roboter als rollende Zuträger, meint Mountz [US-Firma Kiva, Lieferant von Staples], können das Fließband [in der Fertigung] erübrigen: „Sie bringen jedem Monteur, was er gerade braucht."

 

::: Juli 2008 :::

Computerwoche, 1.7.2008, www.computerwoche.de/1867713

"Reality Check - Was vom Hype übrig blieb"

Als die Metro Group 2003 ihren Future Store einrichtete, war die Radio Frequency Identification in aller Munde. Mittlerweile ist es still geworden um die Funktechnik. Aber im Verborgenen blüht sie richtig auf...

Zu teuer ist das Item-Level-Tagging aber vor allem deshalb, weil es derzeit wenig Nutzen bringt. Die Vision der Metro sah vor, dass die Kunden ihren Einkaufswagen durch ein RFID-Leseportal schieben, das ihre Einkäufe automatisch erfasst, so dass der Check-out ohne Personalaufwand möglich ist. Doch davon sind wir noch weit entfernt.

"Wir haben in der Vergangenheit Erwartungen geweckt, die sich so nicht realisieren lassen", räumte Michael Schenk, Professor am Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung (IFF) kürzlich auf den von J&M Management Consulting4 organisierten "Supply Chain Days" ein. Im "Massenmarkt", sprich: Einzelhandel, sei das Thema passé.

Warten auf den Netzeffekt

Der RFID-Kenner Elgar Fleisch, Professor an der ETH Zürich und der Universität St. Gallen, begründet das mit dem fehlenden "Netzeffekt": Ein automatischer Check-out beispielsweise sei nur dann möglich, wenn wirklich alle Produkte im Einkaufswagen erfasst würden. Solange nur Shampoo, Rasierklingen, CDs und Frischkäse gekennzeichnet sind, kann das also nicht funktionieren. Aber bis sich die neue Technik flächendeckend durchgesetzt hat, können laut Fleisch durchaus noch 15 Jahre ins Land gehen.

Für die Artikelkennzeichnung gibt es derzeit nur einige Pilotprojekte, die zunächst weniger dem Effizienzgewinn des Handelsunternehmens als dem Kundenkomfort dienen. Dazu zählen die Experimente der Metro-Tochter Kaufhof5, die in Zusammenarbeit mit Bekleidungsherstellern wie Gerry Weber und Gardeur6 den Einsatz intelligenter Etiketten ("Smart Chips") auf Textilien erprobt...

 
Computerzeitung Online 23. November 2007 - www.computerzeitung.de

Markt für RFID lässt die Talsohle hinter sich

Kinderkrankheiten sind behoben und Erwartungen jetzt realistisch

Von Harald Weiss/pk - Vor wenigen Jahren hieß es, dass die kleinen Funketiketten (RFID) alles umkrempeln werden: Vom Preisschild an der Zahnbürste über den elektronischen Parkschein bis hin zum Chip unter der Haut. Doch die Realität war ganz anders. Technische Probleme, uneinheitliche Standards und hohe Preise für die elektronischen Etiketten bremsten die Träume der RFID-Pioniere. Den Projektflops bei Walmart und anderen Großversuchen folgte eine klärende Ernüchterung, die inzwischen dazu geführt hat, dass es mit der RFID-Anwendung endlich wieder aufwärts geht.

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Compuertwoche Online - www.computerwoche.de/1861224

"Hexerei": Anwender verstehen RFID-Technologie nicht
16.04.2008 - Autor(en):pte pte

Anwender mit geringer Technikerfahrung verstehen nicht, wie RFID-Technologie (Radio Frequency Identification) funktioniert und erklären sie teils zu einem übernatürlichen Phänomen. Auch über sicherheitsrelevante Aspekete von RFID sind die Nutzer kaum informiert.

Das hat eine Studie von Forschern der University of California in Berkeley (UCB1) ergeben, die anlässlich der USENIX2 Usability, Psychology, and Security Conference 2008 vorgestellt wurde. Eine Motivation hinter der Studie war, dass RFID zunehmend Verbreitung auch im Alltag findet, etwa im elektronischen Reisepass. Technisch erfahrene User sind mit der Funktionsweise von RFID-Systemen vertraut und kennen auch Vorkehrungen zur Abschirmung der Signale, so eine positive Erkenntnis der UCB-Forscher. Bei anderen Nutzergruppen dagegen ergab sich ein wenig erfreuliches Bild. Zur Beschreibung der Funktechnologie griffen sie auf den nicht wirklich passenden Vergleich mit optischen Scansystemen zurück oder haben gar "Hexerei" oder "Magie" als Erklärung bemüht. Auch der Kenntnisstand in sicherheitsrelevanten Fragen erwies sich bei der Gruppe der wenig oder durchschnittlich technikerfahrenen Anwender als unzureichend. So sei weitgehend unbekannt, dass RFID-Chips über größere Entfernungen als nur einige Zentimeter, ohne visuelles oder hörbares Feedback und auch ohne Wissen des Trägers gelesen werden können.

Bedenklich erscheint den UCB-Forschern das Unwissen der Anwender nicht zuletzt angesichts der wachsenden Nutzung von RFID durch Regierungen und die Wirtschaft...

Auch für die Industrie ist RFID eine noch wenig vertraute Technologie. In deutschen Unternehmen bleibt das Potenzial von RFID indes weitgehend ungenutzt, wie eine Unternehmensbefragung des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnologie IPT3 und der P34 Ingenieursgesellschaft belegt...

In der Praxis wüssten Unternehmen oft nicht genau genug, was sie von einem RFID-System eigentlich erwarten, so Glaser. Auch gäbe es häufig eine wenig strukturierte Vorgehensweise etwa bei der Prozessumstellung und im Rahmen der Umstellung notwendiger Tests. Ferner mangle es oft an der Einbeziehung verschiedener Unternehmensbereiche. Für Unternehmen sei eigenes technisches Know-how zu RFID aber letztendlich nicht so wichtig wie das Wissen, an welche Dienstleister sie sich zur Umsetzung entsprechender Projekte wenden können. (pte)

Links im Artikel:
1 www.berkeley.edu - 2 www.usenix.org/events/upsec08
3
www.ipt.fraunhofer.de/ - 4 www.p3-group.com/
 
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